Mittwoch, 14. November 2012
Renan Demirkan - RESPEKT


01. Dez / 19.00 Uhr: LESUNG & DISKUSSION
Renan Demirkan präsentiert ihr Buch "Respekt - Heimweh nach Menschlichkeit"

Warum will der Mensch zu allererst Respekt? Was unterscheidet Respekt von Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit? Warum kann nur Respekt unsere Gesellschaft zusammenhalten?
Die Schauspielerin Renan Demirkan ist lange schon auf der Suche nach Antworten und hat sie jetzt in einem engagierten Buch formuliert. Sie erzählt ihre prägenden Erlebnisse, analysiert den Zeitgeist der letzten Jahrzehnte und markiert dabei gesellschaftliche und politische Veränderungen. Immer wieder hat sie selbst Respekt gefordert, wenn sie auf ihre türkische Herkunft reduziert wurde. Respekt ist das verbindende Prinzip zwischen den Menschen und überwindet die Fremdheit. „Ein Ich braucht ein Gegenüber, das antwortet“, so Renan Demirkan. Wenn das Gegenüber fehlt und der andere in seiner Andersartigkeit nicht geachtet wird, sind Demütigungen, Scham und schließlich Gewalt die Folgen. Demirkan ist überzeugt: Respekt „meint nicht die Reduktion des Anderen, sondern die gemeinsame Bereicherung“. Sie macht deutlich, dass Respekt nicht von Systemen abhängt und keine menschliche Distanz hält, sondern die Seele berührt. Sie sieht es als Aufgabe von Demokratie und Bildung, die Bedingungen für ein respektvolles Denken und Handeln zu schaffen, um so die Verrohung der Zivilisation zu verhindern. Unabhängige Bürgerdemokratie und mehr Kulturstätten an den Rändern der Gesellschaft wären ein Anfang.

Renan Demirkan, geboren in Ankara, lebt seit 1962 in Deutschland. Die Schauspielerin und Autorin erhielt den „Grimme-Preis“, die „Goldene Kamera“, den „Hessischen Filmpreis“ sowie 1998 das Bundesverdienstkreuz.




Begrüßung: Frau Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt
Moderation: Frau Libuse Cerna - Radio Bremen

Ort: Lagerhaus im SAAL / 1. Etage - Schildstr.12-19 28203 Bremen

Info : www.migration-bremen.de

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14. MigrantInnentage ... gegen Ausgrenzung
MONAT DEZEMBER

01. Dez. - 31. Dez.: Der Migrationsbereich des Lagerhauses in Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei - Ref. Integrationspolitik; Migrations- und Integrationsbeauftragter und Senatorin für SKJF präsentiert: 14. MigrantInnentage ... gegen Ausgrenzung"



Info : www.migration-bremen.de


Das Projekt:
MigrantInnentage ... gegen Ausgrenzung (seit 1997)

Menschen, die aus verschiedenen Gründen nach Bremen kommen und hier ihren zukünftigen Lebensmittelpunkt sehen, bringen ihre eigene Geschichte und andere Kulturen mit. Sie leben und arbeiten oft schon sehr lange in Bremen und fühlen sich als Bremer ausländischer Herkunft.


Doch werden sie von allen „alteingesessenen“ BremerInnen auch als Neu-BremerInnen anerkannt? Sind sie inzwischen ein fester Bestandteil dieser Gesellschaft geworden? Leider hat sich nicht viel daran geändert, dass MigrantInnen zu vielen Arbeits- und Lebensbereichen keinen Zugang bekommen.


Mit den MigrantInnentagen soll hier eine Lücke geschlossen werden. In kulturellen Veranstaltungen begegnen sich unterschiedliche Kulturkreise in Bremen, um einen Dialog zwischen den Menschen verschiedener Herkunft anzuregen und ein Zusammenwachsen und mehr Toleranz für eine gemeinsame friedliche Bremer Zukunft zu unterstützen.

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